Informationen zum Saalekreis
Im Zuge der Gebietsreform sind der Saalkreis und der Landkreis Merseburg/Querfurt am 1.07.2007 zum neuen Saalekreis verschmolzen.
Der Saalekreis liegt mit einer Fläche von 1.433,18 km² im Süden des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Er umschließt die kreisfreie Stadt Halle. Die ca. 203.989 Einwohner (Stand: 31.12.2007) leben in 78 Städten und Gemeinden. Die Kreisstadt ist Merseburg.
Als Standort für Chemie, Energiewirtschaft und Mineralölverarbeitung ist der Saalekreis weltweit wieder ein Begriff. The Dow Chemical Company, das E-ON Kraftwerk und die TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland GmbH sind nur einige Beispiele, die vom Aufschwung in der Region zeugen. Die günstige Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Städten Halle und Leipzig und die hervorragende Anbindung an nationale und europäische Verkehrsnetze, wie der Interkontinentalflughafen Leipzig-Halle sprechen für den Standort. Mit der Fachhochschule Merseburg, dem Merseburger Innovations- und Technologiezentrum und dem zukünftigen Fraunhofer Demonstrationszentrum bietet der Landkreis eine Konzentration von wissenschaftlichen Potentialen.
Durch die Ausweisung und Entwicklung zahlreicher Gewerbe- und Industriegebiete ist der Saalekreis aber auch zu einem florierenden Gewerbestandort geworden. Die angesiedelten Unternehmen sind neben der Chemie- und Energiewirtschaft der Bauindustrie, der Metallbe- und -verarbeitung, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Elektroindustrie, der Lebensmittelindustrie, Handel und Logistik und verschiedenen Dienstleistungen zuzuordnen. Durch die exponierte infrastrukturelle Lage bietet der Saalekreis attraktive Standorte für Investoren und hat sich zu einem wichtigen Bestandteil der Wirtschaftsregion Halle-Leipzig entwickelt.
Im westlichen Teil des Saalekreises dominiert traditionell die Landwirtschaft. Angebaut werden vor allem Getreide, Zuckerrüben und Ölsaaten sowie Hopfen in Querfurt. Die Hänge zur Unstrut bei Gröst, Vitzenburg und Steigra gehören zum nördlichsten Weinanbaugebiet in Europa.
Aufgrund der langen Siedlungsgeschichte findet man im Saalekreis viele historische Bauwerke, von denen viele weit über die Grenzen Sachsen-Anhalts hinaus bekannt sind. Dazu zählen das Merseburger Schloss, der Dom und die Neumarktkirche in Merseburg, die historischen Kuranlagen mit dem Goethe-Theater in Bad Lauchstädt und das mit 850 m längste zusammenhängende Gradierwerk Europas in Bad Dürrenberg, die Templerkapelle in Wettin, die Burg Wettin, die Doppelkapelle in Landsberg und die Kirche des Augustiner Chorherrenstifts auf dem Petersberg.
Die landschaftlich prägenden Elemente des südlichen Saalekreises sind kleinere Bachtäler und Bachauen, insbesondere die Saale-Elster-Luppe-Aue, die eines der bedeutendsten Rast- und Brutgebiete für eine Vielzahl einheimischer Greifvögel ist. Dazu kommt der Ziegelrodaer Forst, der an den Naturpark Saale-Unstrut-Triasland grenzt sowie der bisher größte künstliche Binnensee Deutschlands, der Geiseltalsee, der mit über 19 km2 Fläche in den kommenden Jahren geflutet wird. Die im Norden des Saalekreises gelegenen, reizvollen und vielfach auch geschichtsträchtigen Landschaften des Unteren Saaletals von Salzmünde über Brachwitz, Wettin, Kloschwitz bis nach Rothenburg, das Gebiet des Petersberges und die Schlösser und Herrenhäuser mit ihren herrlichen Parks werden auch von Hallensern und ihren Gästen gern besucht.
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