Vor einigen Jahren konnte vom I.Vorsitzenden Dieter Schönau, das geschichtsträchtige Gelände von 61.000 qm Freifläche mit einer Flugzeughalle für den Förderverein Luftfahrt und Technik Museumspark käuflich erworben werden. Der Plan wurde gefasst - in Merseburg einen Luftfahrt und Technik Museumspark aufzubauen, es fanden sich gleichgesinnte, es wurden uns Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt und es ging an die Arbeit. Ein Museum wandelt sich täglich - ...
Zur Geschichte
Im Jahr 1934 begann der Bau des Flugplatzes im Nordwesten von Mersebung. Er war für den Objektschutz der Leuna-Werke, der Chemieanlagen bei Böhlen und der sich in Aufbau befindlichen Leuna-Werke vorgesehen. Den Bau der 5 Flugzeughallen übernahm die Firma Phillipp Holzmann Neu Isenburg. Reichsluftfahrtminister Hermann Göhring weihte den Flugplatz im Oktober 1935 ein.
Die Entstehung weiterer Flugplätze in unmittelbarer Umgebung, führte 1939 zur Verpachtung eines Teils des Flugplatzes an die Junkers-Werke in Dessau. Die Junkers-Stamm-Werke führten den Merseburger Flugplatz als Aussenbaustelle.
Im April 1945 (bei Kriegsende) befanden sich noch etwa 60 Mistelgespanne auf dem Merseburger Flugplatz. Die Mistelgespanne bestanden jeweils aus einer Ju-88, die als Flügelbombe fungierte, und dem Jagdeinsitzer Me-109 oder Fw-190. Diese war als Huckepack auf dem Rumpf der Ju-88 trennbar montiert. Die letzte noch vorhandene Ju-388L-1 stammt aus Merseburg. Sie wurde nach dem Abzug der alliierten Streitkräfte in die USA gebracht und ist heute für das National Air and Space Museum in Silver Hill/Maryland eingelagert.
Im Sommer 1945 übernahmen die sowjetischen Streitkräfte den Merseburger Flugplatz.
Seit 1992 wird ein Teil des ehemaligen Militäflugplatzes durch den Merseburger Motorflugverein und einen Fallschirmsprungverein genutzt.
http://www.luftfahrt-technik-museum.de