Das Schmiedehandwerk
hat Tradition. Und nach solcher gratuliert man einander und feiert auch
die Feste zusammen. Obwohl in Frank Hoppes Neubau in der Lauchstädter
Ernst-Thälmann-Straße fast nichts mehr an die Schmiedetradition seiner
Vorfahren erinnert, im einstigen Firmensitz, ein paar Meter
stadteinwärts, kann man das Feuer bestimmt noch zum Lodern bringen.
"Dort befand sich seit 1954 unser
Firmensitz. Auch noch, als nach der Wende die Ruinen einer ehemaligen
Brauerei- und Malzkaffeefabrik beseitigt wurden und wir auf einem 1900
Quadratmeter großen Areal unseren modernen Betrieb aufbauten", ist Frank
Hoppe zurecht stolz. Der nach der Tradition seiner Vorfahren, die seit
116 Jahren in Weißenfels das Schmiedehandwerk betrieben hatten, zwar
auch den Schmiedberuf erlernte, sich dann aber bald zum Schlossermeister
qualifizierte. Seit 25 Jahren leitet der 57-jährige nun das Unternehmen,
das die Angebote an Bauschlosser- und Kunstschmiedearbeiten im neuen
Betrieb dann beträchtlich erweiterte.
"Nach der Wende sind wir in den Westen
gefahren, haben uns als Handwerker umgesehen und zu verstehen versucht,
was Marktwirtschaft ist", lächelt er. Da habe er auch Glas und Aluminium
kennen gelernt und erkannt, was man alles damit bewerkstelligen kann,
sagt er. Die Fertigung mit modernsten Maschinen ermöglichte es, schnell
und mit Top-Qualität auf Kundenwünsche zu reagieren.
13 Mitarbeiter arbeiten im
Hoppe-Unternehmen, in dem auch ein Lehrling ausgebildet wird. Was er auf
keinen Fall vergessen möchte, das ist bei solch einem Jubiläum seine
Frau Brunhild, die die ganze Buchhaltung fest in den Händen hat. "Ohne
sie", schmunzelt er, "da hätte ich das alles bestimmt nicht so gepackt."