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| Arzt schließt Wegzug nicht aus - Stadt: Raten nicht akzeptierbar |
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Bereits im Februar hatte er sich in einer Stadtratssitzung an die Öffentlichkeit gewandt, da er die von der Stadt geforderte Kaufsumme für das Haus, 80 000 Euro, nicht zahlen konnte. Geschweige denn eine mutmaßlich ebenso hohe Summe für eine notwendige Sanierung hätte aufbringen können. Schon damals bat er um Ratenzahlung, worauf die Stadt nicht einging (die MZ berichtete). "Nun sollte nach meinem Wissen zur konstituierenden Sitzung am 1. Juli, also nach der Wahl, über meinen Antrag entschieden werden. Ich war dort und musste zur Kenntnis nehmen, dass schon am Vortage, also noch in der alten Besetzung darüber entschieden worden war. Wo es letztlich hieß: Ich soll raus", schilderte Wagner den Vorgang. "Ich finde das alles sehr seltsam. Mir bleiben auch schon Patienten weg. Ich werde wahrscheinlich der Goethestadt den Rücken kehren müssen. In Sachsen herrscht Ärztenotstand - dort werde ich sicher gebraucht", so Wagner, der seine Praxis wegen Jahresurlaubs bis zum Wochenende geschlossen hat. "Herr Wagner hat uns seit dem Februar nichts vorgelegt. Eine Ratenzahlung kann für uns nicht in Frage kommen, ist also nicht zu akzeptieren. Entweder er bemüht sich um einen Kredit und nimmt das Kaufangebot an - oder er lässt es bleiben. Mir tut es leid. Trotz großer Bemühungen der Stadtverwaltung ist kein Vertrag mit Herrn Wagner zustande gekommen", so Bürgermeisterin Maria Loos (CDU) auf Anfrage der MZ. Zu Wagners Darstellungen über die Ratssitzungen versicherte sie, dass besagter Punkt nie auf der Tagesordnung der konstituierenden Sitzung gestanden habe. "Der Beschluss wurde am 30. Juli im nicht öffentlichen Teil gefasst. Auf einer Ratssitzung, die erneut anberaumt werden musste, weil auf der 1. Juni-Sitzung ein Fehler bei der Ladungsfrist erkannt worden war", versicherte die Bürgermeisterin. Die Stadt wolle und müsse sich von dem Haus trennen, meinte sie weiter. Es sei nicht zu verantworten, mit Steuergeld - das zudem nicht zur Verfügung steht - zu sanieren. "Schade eigentlich, wenn der Arzt hier zu machen sollte. Auf mich als 80-Jährige würden - wie auch auf viele andere älteren Menschen hier in dem Wohngebiet - weitere Wege zu kommen", meint Ilse Pohlmann, die gerade von einem Physiotherapietermin kam. Ursula Haase und Britta Bihn, die auch in diesem Viertel wohnen, stimmen hier zu: "Bei den zwei anderen Ärzten in der Stadt ist es meist knackevoll." |

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