Pfarrhaus erhält eine Kur vom Keller bis zum Dach
Eines der ältesten Gebäude der Stadt wird für rund 300 000 Euro saniert
VON Gerhard Grulke
Am Pfarrhaus neben der evangelischen Kirche in Bad Lauchstädt wird umgebaut und modernisiert - denkmalgerecht natürlich. Im Sommer sollen die Arbeiten abgeschlossen und auch die Wohnung für den Pfarrer bezugsfertig sein. (Foto: MZ)
Bad Lauchstädt/MZ. Von Tag zu Tag bietet das Pfarrhaus von Bad Lauchstädt ein anderes Bild. Doch nicht nur an Dach und Fassade, den sichtbaren Teilen des alt-ehrwürdugen Gebäudes, haben die Männer des Nessaer Bauunternehmens alle Hände voll zu tun, auch hinsichtlich des Innenausbaus wird es beachtliche Veränderungen geben.
Saniert, und dabei modernisiert, wird nach Gesichtspunkten des Denkmalschutzes, schließlich ist das 1715 errichtete Gebäude eines der ältesten in der Goethestadt. "Das Haus musste trockengelegt werden, die Fenster werden aufgearbeitet, Fußböden und Türen ebenso, neue Elektrik und Heizung werden ebenfalls ihren Platz finden. Es wird keine Luxus- sondern eine ganz normale und seit langem notwendige Sanierung", erklärt Pfarrer Bernd Rudolph.
Der Pfarrer, der für die Orte Bad Lauchstädt mit Schotterey, Delitz am Berge, Dörstewitz, Bündorf und Knapendorf zuständig ist, wird mit seiner Frau in das obere Geschoss des Hauses einziehen. Im Erdgeschoss werden öffentliche Gemeinderäume und das Pfarrbüro ihren Platz finden. Begonnen hatten die Sanierungsarbeiten bereits im Februar, nachdem bei der Stadt der Bescheid über die Bewilligung der Fördermittel vom Land eingetroffen war (die MZ berichtete). Die Gesamtkosten werden nämlich sowohl vom Kirchenkreis, der Gemeinde, der Stadt als auch dem Land getragen, da die Pfarrhaussanierung zu den Maßnahmen des städtebaulichen Denkmalschutzes zur Sanierung und Erhaltung historischer Stadtkerne gerechnet wird. Dafür ist ein Förderprogramm aufgelegt worden.
"Ende Juli soll alles fix und fertig sein, dann möchten wir den Möbelwagen bestellen", gibt sich Pfarrer Rudolph zuversichtlich, der die ganze Sanierungszeit über mit seiner Frau gewissermaßen in einer Ferienwohnung, also einem Ausweichquartier, in Bad Lauchstädt lebt. "Die Handwerker sind fleißig und liegen gut im Zeitplan", lobt er, "sie werden es schaffen."