Von Junkers bis Rembrandt
Traditionelle Schau im Kursaal - Gäste aus Haan
Die Lauchstädter Briefmarkentauschbörse hat Tradition und ist auch immer wieder Anziehungspunkt für nicht sammelnde Besucher. (Foto: MZ)
Bad Lauchstädt/MZ. Der Maler Rembrandt und der Flugzeugbauer Junkers, Rumänien und die Währungsunion, Preußen und Olympia 1996 - dass sich Briefmarkensammler für derart unterschiedliche Themen interessieren, konnten Besucher am Sonnabend im Historischen Kursaal Bad Lauchstädt erleben.
Wie jedes Jahr um den Tag der Einheit herum hatte der Verein der Briefmarken- und Heimatfreunde zum Großtauschtag mit Werbeschau eingeladen. Und wie jedes Jahr waren auch wieder Mitglieder des Vereins der Briefmarkenfreunde aus der Partnerstadt Haan dabei, mit denen die Lauchstädter seit 1990 enge Beziehungen pflegen.
Jeweils fünf Mitglieder beider Vereine stellten ihre Sammlungen vor. "Die meisten sammeln entweder zu einem Thema oder zu einem Land", sagte Gerhard Crone, Vorsitzender des Lauchstädter Vereins. "Man sucht sich auch immer wieder neue Sammelgebiete, so wird es nie langweilig." Außer den Ausstellern aus den beiden Vereinen waren noch etwa 30 Sammler und Händler gekommen, die Exponate zum Tausch oder Kauf anboten. Der Begriff Werbeschau erkläre sich so, dass eine Briefmarken-Ausstellung ein strenges Reglement und eine Jury haben müsse, so Crone. "Das wollen wir aber nicht. Bei uns kann jeder sammeln, wie er will."
Der 1947 gegründete Verein zählt derzeit 22 Mitglieder. Leider hapert es mit dem Nachwuchs. "Die Hälfte von uns sind Rentner." In dieser Hinsicht sieht es beim Partnerverein in Haan etwas besser aus, so Vorsitzende Brigitte Schemmerling: "Wir haben eine Jugendgruppe mit acht Mitgliedern." Am Sonntag stand für die Lauchstädter und ihre Gäste traditionell eine Exkursion auf dem Programm, diesmal eine Fahrt durchs Geiseltal. Wie Crone noch sagte, bereite der Verein als weiteren Höhepunkt in diesem Jahr wieder eine Weihnachtsausstellung
Quelle: MZ
AF