Bundespräsident in Bad Lauchstädt
Bundespräsident Johannes Rau und seine Frau Christina schrieben sich ins Gästebuch des Goethe-Theaters ein. Das Staatsoberhaupt besuchte, begleitet von Ministerpräsident Böhmer (3. von links) und weiteren Politikern, das Stück "Amadeus". Der Direktor der Kuranlagen, Bernd Heimühle (links), hatte Rau vor einem Jahr nach Bad Lauchstädt eingeladen.
So viel Prominenz auf einmal hat Bad Lauchstädt noch nicht gesehen: Bundespräsident Johannes Rau und seine Frau Christina haben am Sonnabend das Schauspiel "Amadeus" im Goethe-Theater besucht. Begleitet wurde das Staatsoberhaupt von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer und Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz, den ehemaligen Bundesministern Hans-Dietrich Genscher und Gerhart Baum sowie dem langjährigen Bundespolitiker Burkhard Hirsch. "Das ist ein ganz besonderer Tag für Bad Lauchstädt", freute sich Bürgermeisterin Maria Loos.
Auch Bernd Heimühle, Direktor der Historischen Kuranlagen und des Goethe-Theaters, strahlte. Er hatte Rau vor einem Jahr bei der Verleihung des Bundes-Verdienstordens nach Bad Lauchstädt eingeladen. "Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals einen so hochkarätigen Gast hatten", sagte Heimühle.
Nachdem die prominenten Besucher unter dem Beifall des Theater-Publikums in der Loge Platz genommen hatten, begrüßte Heimühle das Staatsoberhaupt und seine Frau noch einmal ganz herzlich. Unter den Begleitern Raus hob er den Ministerpräsidenten als "einen großen Verehrer unseres Theaters" sowie Genscher und Hirsch hervor, die sich "sehr um dieses Kleinod verdient gemacht" hätten.
Nach der Vorstellung besichtigte Rau die historische Bühnentechnik und die Kuranlagen, bevor es noch ein kurzes Gespräch in den Lauchstedter Gaststuben gab. Der Bundespräsident, der seinen Eindruck im Gästebuch des Theaters mit den Worten: "Ein faszinierendes Haus an historischem Ort" zusammen fasste, sei auch sehr interessiert an der jüngst gegründeten Gesellschaft der historischen Theater Europas, so Heimühle, der Präsident dieser Gesellschaft ist. "Er hat zugesagt, dass er sich dort mit einbringen will." Am Abend besuchte Rau noch das Behinderten-Wohnheim der Lebenshilfe in Leuna.
Quelle:MZ
AF