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Mittwoch, 9. Juli 2008, 05:57

Gespräch mit Wilfried Tupy - Ortsbürgermeister von Bad Lauchstädt

Straßenzustand oft in Kritik

 

Wilfried Tupy, Ortsbürgermeister von Bad Lauchstädt, hat nun viel Zeit für Ehrenamt

 


 

 

Bad Lauchstädt/MZ. Nicht nur für die Kinder und Jugendlichen in Sachsen-Anhalt ist am Mittwoch der letzte Schultag. Auch mancher Lehrer nimmt Abschied von seiner Klasse und den Kollegen. So geht es Wilfried Tupy, der nach den Ferien nicht wieder an die August-Bebel-Sekundarschule Leuna zurückkehrt.

Angst, dass ihm irgendwann langweilig wird, hat der rührige Stadtratsvorsitzende trotzdem nicht. Tupy, seit Jahren bei den Freien Wählern engagiert, wurde zum Ortsbürgermeister von Bad Lauchstädt gewählt. Und da passt es richtig gut, dass er jetzt viel mehr freie Zeit für sein Ehrenamt erübrigen kann. Zwar werden die "großen" Entscheidungen im Stadtrat getroffen und das Rathaus ist für die Verwaltungsgeschäfte zuständig. Doch mit den vielen "kleinen Dingen" wenden sich zahlreiche Lauchstädter häufig auch direkt an den Ortsbürgermeister.

"Ich bin viel im Stadtgebiet unterwegs und da werde ich oft angesprochen", erzählt er. Einmal wöchentlich hält er Sprechstunde im Rathaus - immer Dienstag von 16 bis 18 Uhr. "Andere Termine sind nach Absprache natürlich möglich", ergänzt er. Engen Kontakt hält er zur Bürgermeisterin Ilse Niewiadoma (FDP), da kann er auch Hinweise und Kritiken weitergeben. "Viele Einwohner bewegt der schlechte Zustand der Straßen und Gehwege", spricht der 60-Jährige aus Erfahrung. Solche Probleme bringt Tupy auch im Hauptausschuss des Stadtrates vor - schon mit Blick auf mögliche Investitionen in den nächsten Jahren.

Manches ließe sich aber auch kurzfristig ändern, ist er überzeugt. So will er sich um eine baldige Reparatur des Gehweges im Stadtzentrum von Höhe des Schlecker-Marktes bis zur Badeschlippe sowie der Schlippe bemühen. "Vor allem ältere Bürger mit einem Rollator kommen doch hier gar nicht vorwärts", fasst er oft geäußerte Kritiken zusammen. Am Herzen liegt ihm auch die Wiederbelebung des Wochenmarktes sowie ein grundsätzliches Konzept zur Gestaltung des Lauchstädter Marktes.

Als Schwerpunkt seiner Tätigkeit sieht Wilfried Tupy die Unterstützung der Vereine. Dafür stehen, wie in allen Ortsteilen, finanzielle Mittel in Höhe von fünf Euro pro Einwohner (symbolisch gesehen) zur Verfügung. Verwandt werden sie für Heimatpflege im weiteren Sinne - wie Feste oder Märkte im Ort. Eine Ausnahme bildet das Brunnenfest: Weil es überregionale Bedeutung hat, hat es einen festen Posten im Haushalt der "großen" Stadt Bad Lauchstädt.

 

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Mittelstands Anzeiger


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