Die Geschichte von Bad Lauchstädt, läßt sich bis in das 9. Jahrhundert zurückverfolgen. Zu dieser Zeit wird der Ort erstmals im Hersfelder Zehntenverzeichnis als "Loki-Stete" erwähnt, was soviel wie "Wald-Stätte" bedeutet und auf Germanen als Gründer hinweist. 1430 erhält Bad Lauchstädt Stadtrecht. Zweifellos hat der Ort seine eigentliche Bedeutung erst durch die zufällige Entdeckung der Heilquelle erlangt.
Mit Beginn des 18. Jahrhunderts wurde in der Sommerresidenz der Herzöge von Sachsen-Merseburg von dem halleschen "Doktor und Professor der Arzneigelahrtheit" Friedrich Hoffmann eine heilsame Quelle entdeckt.
Damit begann für das bisher unbedeutende Ackerbürgerstädtchen Lauchstädt eine Glanzepoche, die es nicht nur als "sächsisches Pyrmont" in ganz Deutschland bekannt machten, sondern die viele Kurgäste auch aus Polen, Litauen, sogar aus England und Italien herbeizog.
Dieses Wasser, mit einem "martialischen und etwas vitriolischen Geschmack", so empfahl Professor Hoffmann, sei ein gesundes Wasser, "welches in vielen, sonderlich langwierigen Krankheiten als Fiebern, Geschwulst, Bleichsucht bey den Frauenzimmern etc. insonderheit aber äusserlich als ein Bad zur Stärkung der schwachen Glieder, mit nicht geringem Nutzen würde können gebraucht werden."
So finden wir in den Badelisten die Namen kursächsischer Adelsgeschlechter, der Höfe von Sachsen-Weimar, von Anhalt, Braunschweig oder Holstein. Auch wohlhabende Kaufmannsfamilien und Universitätsgelehrte suchten Heilung in Lauchstädt.
Berühmte Dichter wie Gottsched, Gellert, Wieland, Goethe und Schiller tranken den Lauchstädter Brunnen; Goethes Frau Christiane kam gern und häufig hierher, um das "Tanz- und Wasserbad" zu gebrauchen.
Quelle: www.lauchstaedter-heilbrunnen.de