Sie sind nicht angemeldet.

1

Sonntag, 20. Juli 2003, 16:27

Alte Häuser Neue Häuser

Ich werde hier mal eine Serie starten, wo man sieht wie Lauchstaedt sich optisch verändert. Wenn man es jeden Tag sieht fällt einem das gar nicht so auf aber wenn man dann manche alten Fotos sieht......
Alle Artikel sind aus der MZ

----------------------------------------------------------------------

Anbau genehmigt, Abbruch nicht

Über Parkstraße 35 entscheidet Obere Denkmalschutzbehörde

Auf den Kurpark blicken können Bewohner des Hauses in der Parkstraße 35 -wenn es sie irgendwann geben sollte. 1992 verkaufte die Stadt das Grundstück (es stand damals nicht unter Denkmalschutz) nach einer Ausschreibung an die Firma Bremer Bau, die nach Ansicht des Stadtrates das beste Bebauungskonzept vorlegte. Im August 1995 stellte Bremer den Bauantrag, er wollte das, vorhandene Gebäude sanieren, es mit einem Anbau ergänzen.
Die „Residenz am Schloßpark" versprach den Zeichungen nach ein anspruchsvolles Wohnvergnügen. Dafür erhielt er im März 1996 die Baugenehmigung. Unmittelbar danach stellte er den ersten Abbruchantrag. Grund: Der Sanierungsaufwand sei unverhältnismäßig hoch. Dieser Antrag wurde im Juni abgelehnt, daraufhin legte Bremer Widerspruch ein. Nun liegt das Verfahren bei der Oberen Denkmalschutzbehörde.



Mitteldeutsche Zeitung April 1997

Nun mittlerweile ist es ausgebaut und sieht gar nicht so schlecht aus. Ich werde demnächst ein neueres Foto gegenüberstellen.

MfG
Andreas Fiedler

Mittelstands Anzeiger


2

Sonntag, 20. Juli 2003, 16:35

Abriß abgelehnt, weil das Haus das Stadtbild prägt

Denkmalschutzbehörde gegen Abriß des Gebäudes in Thälmannstraße 32/34 - Eigentümer: Kann es doch wieder so aufbauen

Wer von Merseburg komme[n]d ins Lauchstädter Zentrum will, biegt an der ehemaligen Domäne rechts ab. Dennoch bleibt der Blick an einer Ruine hängen, die genau an der Spitze der Straße steht: Ernst-Thälmann-Straße 32/34. Leere Fensterhöhlen gähnen, geben den Blick frei auf geborstene Wände und herabstürzende Decken. Gegenüber entstand Anfang der 90er Jahre ein Wohn- und Geschäftshaus. Das desolate Eckhaus ging nach der Wende an die ehemaligen Eigentümer zurück, die es an einen Investor (ein Unternehmen) verkauften. Jetziger Besitzer ist Ludger Heine aus Datteln.
1993 wurde der erste Bauantrag gestellt, geplant war der Umbau des Mehrfamilienhauses zu einem Wohnhaus mit Gaststätte. Mit der Beräumung und Entrümpelung ließ der Bauherr schon beginnen, dabei wurden auch die Fenster entfernt. Und dann zog Ruhe ein, nach außen hin zumindest. Im Juni 1996 ließ Heine den Abriß des Hauses beantragen. Sowohl aus Sicherheitsgründen - der vielen Mängel wie der abgestürzten Decken und verfaulten Balken wegen - als auch aus wirtschaftlichen Überlegungen:


Ein trauriges Bild des Verfalls: Das Haus in der Thälmannstraße 32/34. Gegenüber befand sich früher die Malzkaffeefabrik, die Anfang der 90er Jahre abgerissen wurde. Auf dem Grundstück entstand ein Neubau. Neubauen möchte auch der Eigentümer dieser Ruine.

Eine Sanierung würde viel zu teuer und aufwendigsein, begründete er. Ein entsprechendes Gutachten habe der Architekt (allerdings kein vereidigter Sachverständiger) vorgelegt.
Diesen Antrag lehnte das Bauordnungsamt des Landkreises ab und berief sich auf den Denkmalstatus des Gebäudes. In der Begründung heißt es unter anderem: „. . . Es befindet sich an markanter Stelle im Eingangsbereich zum Zentrum von Bad Lauchstadt. Für den Anfang dieses Denkmalbereiches hat das Gebäude eine „Kopffunktion", die durch eine straßen-
seitig schlichte, aber wohlproportionierte und gestaltete Architektur behauptet wird. Mit Elementen des klassizistischen Formenkanons weist es in die Zeit des späten 18. bis mittleren 19. Jahrhunderts, also in die Zeit der blühenden Kurstadt. Das Gebäude prägt unverwechselbar das Bild des Denkmalbereiches und der Stadt. . . "
Heine versteht diese Entscheidung nicht. „Ich kann das Haus doch in ähnlicher Art wieder aufbauen. Die Proportionen können wieder so hergestellt werden, dar-
über kann man sich doch verständigen." Bei einer gemeinsamen Ortsbesichtigung, hofft er, müßte das doch auch den Denkmalschützern und Baufachleuten der Verwaltung klar einleuchten.
Daran haben Dr. Peter Ramm und Holger Reinhardt von der Unteren Denkmalschutzbehörde ihre Zweifel. „Bisher hat der Eigentümer des Hauses in der Thälmannstraße 32/34 noch nicht bei uns vorgesprochen. Offenbar ist gleich der Abbruch beantragt worden." Solche Genehmigungen erteile aber auschließlich die Obere Denkmalschutzbehörde und nicht der Kreis. Den Denkmalschützer vor Ort obliegt die Sorge um die Erhaltung der denkmalgeschützten Bauwerke in der Region. Natürlich wissen sie, daß dies fast immer eine Geldfrage ist. Als Grundsatz gelte, daß die wirtschaftliche Zumutbarkeit gewährleistet sein müsse - den gegenteiligen Nachweis muß freilich der Eigentümer führen. „Kompromisse sind generell möglich", zeigt sich Ramm verhandlungsbereit. Da Ludger Heine offenbar keinen Widerspruch gegen die Ablehnung eingereicht hat, müßte er sich jetzt mit der Unteren Denkmalschutzbehörde in Verbindung setzen.



So sieht es heute aus




MfG
Andreas Fiedler

Mittelstands Anzeiger


3

Sonntag, 20. Juli 2003, 16:43

Bad Lauchstädt möchte sich als attraktive Kleinstadt zeigen - Verfallene Gebäude stören schönes Bild - Eigentumsfragen ungeklärt

Die kleinstädtische Idylle, die Bad Lauchstädt vermittelt, gefällt Gästen aus nah und fern. Natürlich kommen sie vor allem der Historie wegen, wollen das berühmte Goethe-Theater sehen und die anderen Orte, an denen der Meister weilte. Und dann locken die Historischen Kuranlagen. Der gepflegte weitläufige Park, die Pavillions, die Kolonnaden. Zum Stadtzentrum mit Schloß und Markt sind's nur wenige Meter, und auch hier trifft der Besucher auf Schritt und Tritt Spuren einer längst vergangenen Zeit.
Lauchstädt galt als mondäner Bade- und Kurort, in dem sich die feine Gesellschaft traf, sich unterhalten ließ, ihre Flirts pflegte. . .

Zum Beispiel im Kurhaus in der Parkstraße 13. Wäre nicht das Schild am Gebäude, käme kaum jemand auf die Idee, in der verfallenen Ruine ein kulturgeschichtliches Denkmal zu vermuten. Parkstraße 13 und 11 gehören zu den Bauwerken, die alles andere denn Glanzlichter sind. Oft - aber nicht nur - liegt es an ungeklärten Eigentumsverhältnissen. Die Grundstücke in der Parkstraße, Denkmäler beide, gehörten früher dem Buna-Werk. Nun sucht Dow einen Investor, soll auch schon Verhandlungen führen. Genaueres ist nicht zu erfahren.



Ein Bild des Jammers bietet ebenfalls das Haus in der Naumburger Straße 19. Die Fensterscheiben zerschlagen, das Dach marode, rechts und links gehalten von zwei schmucken Häuschen.
Schon zweimal schrieb die Treuhand das Grundstück öffentlich aus, ein Käufer fand sich immer noch nicht. Interessenten, heißt es, habe es wohl gegeben, allerdings sollen sie ganz andere Preisvorstellungen als die TLG gehabt haben.



Ein ähnliches Schicksal schien lange Zeit auch dem ehemaligen Amtshaus beschieden, in Top-Lage zwischen Kuranlagen und Markt gelegen. Ein großes Eckhaus, mit Fachwerk und hohem Dach, erbaut im 17. Jahrhundert. Damals diente es als Gerichtsgebäude - im Hof befand sich sogar das Gefängnis - und als Sitz des herzoglichen Amtsmannes. Zweimal wurde dieses denkmalgeschützte Bauwerk von der TLG ausgeschrieben, in der zweiten Runde meldeten sich neun Bieter, einige allem Anschein nach mit ernsten Absichten. Inzwischen entschied der Vergabeausschuß über den Zuschlag, doch ein Verkaufsvertrag ist noch nicht unterzeichnet.



Bleiben wir im Zentrum. Gleich hinter dem schmucken sanierten Rathaus kümmert ein ehemals stattliches Eckhaus vor sich hin. Markt 9, hier hat ausgerechnet der städtische Bauhof seinen Sitz. Warum passiert nichts? Das Grundstück, gibt Bürgermeisterin Maria Loos Auskunft, befinde sich Zwar seit Jahren in Rechtsträgerschaft der Stadt, es gebe aber einen Rückforderungsanspruch. Nachdem der in erster Instanz beim Landratsamt abgelehnt wurde, legten die ehemaligen Eigentümer Widerspruch ein. Dieses Verfahren zieht sich hin. Die Stadt darf aber
nur in per Grundbucheintrag verbrieftes Eigentum investieren. Inzwischen, so Loos, denke man im Rathaus über einen neuen Standort für den Bauhof nach.
Während die beiden Längsseiten des Marktes anschauliche Beispiele für gelungene Sanierung und angepaßten Lücken-Neubau (Sparkasse) bieten, fällt die Ostseite regelrecht ab. Das Gebäude am Markt 16 verkaufte die Stadt an einen Interessenten, der ein Wohn- und Geschäftshaus plant. Der Baubeginn verschob sich bereits einige Male, im Rathaus will man optimistisch bleiben.



Das gilt auch für das Anwesen an der Ecke Goethe-Lindenstraße, ein geräumiges Haus unweit des historischen Theaters und des Schlosses. Nach wie vor steht es leer, wirkt trotz allem imposant doch der beginnende Verfäll zeigt sich. Die Stadt verkaufte es mit einer befristeten Investitionsverpflichtung. Das sei generell so bei städtebaulich wertvollen Grundstücken, erklärt die Bürgermeisterin. Was aber, wenn sich der Vertragspartner nicht daran hält? Hier ist die Zeit bald abgelaufen. Und dann? Theoretisch müßte die Kommune das Haus zurücknehmen, doch solch einen Fall hat es bisher noch nicht gegeben.

Artikel aus der MZ vom April 97

Auch hier hat sich einiges getan und auch hier werde ich ein zeitgemäßes Foto beifügen.

Mittelstands Anzeiger


4

Sonntag, 20. Juli 2003, 16:48

Der Rote Hirsch

Wer kennt ihn nicht den "Den Roten Hirsch" steht schon seit kurz nach der Wende Leer. Eigentumsverhältnisse müssen aber geklärt wurden sein (so Gerüchteküche) da das Gebäude anscheinend an eine Baufirma verkauft wurde. Wie gemunkelt wird sollte hier erst ein Bauhof erichtet werden dann aber auch ein Altersheim. Na mal sehen. Hier brauch ich nichts gegeüberstellen denn es sieht immer noch so aus wie auf dem Bild von 1997.



EDIT: Foto von heute 22.Juli 2003

Mittelstands Anzeiger

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »andreas« (20. Juli 2003, 16:50)


Lesezeichen:

WebPack 3.0 von Host Europe