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Mittwoch, 15. Oktober 2003, 07:22

Geschichtliches zu Wünsch

Die Gemeinde Wünsch setzt sich aus den beiden ursprünglich unabhängigen Ortsteilen Nieder- und Oberwünsch zusammen.
Dies und die Lage an der Kreisgrenze zwischen Merseburg und Querfurt bedingte die getrennte Verwaltung. Niederwünsch gehörte zum Kreis Merseburg, Oberwünsch zum Kreis Querfurt.
Erst nach der Gebietsreform 1952 kam Oberwünsch zum Kreis Merseburg. Damit wurde der Zusammenschluss der beiden Wünscher Ortsteile möglich.
Beide Ortsteile besitzen ihre eigene Kirche, was ihre ursprüngliche Eigenständigkeit nur noch deutlicher macht. An das Gemeindegebiet Wünsch grenzt im Norden die Gemarkung Schafstädt, im Osten Klobikau, im Süden Oechlitz und Mücheln und im Westen Langeneichstädt. Die Höhe der Ortslage Oberwünsch wird mit 124 m über NN angegeben, Niederwünsch liegt auf 128 m über NN. Als wichtigstes Fließgewässer durchquert die Schwarzeiche die Gemarkung Wünsch. Der Ursprung der beiden Orte ist unklar.
Eine sehr frühe Siedlung erscheint in diesem Fall glaubhaft, da bekanntlich Flusstäler seit jeher bevorzugte Siedlungsräume darstellen. So ist es nicht verwunderlich, wenn schon das Hersfelder Zehntverzeichnis Wünsch als Unschi aufführte. In seiner weiteren Entwicklung wurde dieser Name noch mehrfach geändert von Vunschi, Vusch, Vunsch bis hin zu Winitz. Aufgrund seiner Lage an einer wichtigen Kriegs- und Handelsstraße, die von Halle über bad lauchstädt nach Thüringen führte, kamen die beiden Orte oft sehr direkt mit der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in Berührung.
So wurde z.B. Niederwünsch während des Bauernkrieges 1525 von den Truppen des sächsischen Herzogs auf seinem Weg von der Schlacht bei Frankenhausen nach Merseburg geplündert. Die Gemeinde ist hauptsächlich durch die Landwirtschaft geprägt.

Quelle: http://www.merseburg-querfurt.de

AF

Mittelstands Anzeiger


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Dienstag, 13. September 2005, 08:39

Religion

Die Bürger der Gemeinde gehören überwiegend der evangelischen Glaubensrichtung an. In den Kirchen der beiden Ortsteile, der Sankt-Nikolai-Kirche in Niederwünsch und der Sankt-Johannis-Kirche in Oberwünsch, finden Gottesdienste für die evangelische Bevölkerung statt. Versammlungen des Kirchenrates, Konfirmationsunterricht und die Bibelstunde sowie Feierlichkeiten der Jungen Christen werden in den neu eingerichteten Räumen in den jeweiligen Kirchen durchgeführt. In den Ortsteilen leben ca. 11 Katholiken, die zur Kirchengemeinde Merseburg gehören und überwiegend die Gottesdienste in Langeneichstädt besuchen.

Allgemeines

Die Gemeinde Wünsch setzt sich aus den beiden ursprünglich unabhängigen Ortsteilen Nieder- und Oberwünsch zusammen. Dies und die Lage an der Kreisgrenze zwischen Merseburg und Querfurt bedingte die getrennte Verwaltung. Niederwünsch gehörte zum Kreis Merseburg, Oberwünsch zum Kreis Querfurt. Erst nach der Gebietsreform 1952 kam Oberwünsch zum Kreis Merseburg. Damit wurde der Zusammenschluß der beiden Wünscher Ortsteile möglich. Beide Ortsteile besitzen ihre eigene Kirche, was ihre ursprüngliche Eigenständigkeit nur noch deutlicher macht.

An das Gemeindegebiet Wünsch grenzt im Norden die Gemarkung Schafstädt, im Osten Klobikau, im Süden Oechlitz und Mücheln und im Westen Langeneichstädt. Die Höhe der Ortslage Oberwünsch wird mit 124 m über NN angegeben. Niederwünsch liegt auf 128 m über NN. Als wichtigstes Fließgewässer durchquert die Schwarzeiche aus westlicher Richtung kommend die Gemarkung Wünsch und mündet im Osten von Milzau in die Laucha. Teilbereiche entlang des Baches wurden inzwischen zur Wasserschutzzone erklärt. Westlich der Ortslage Oberwünsch entstand durch den Sandabbau eine Mulde, die sich teilweise mit Wasser gefüllt hat und als Biotop in ihrer Form erhalten bleiben soll. Zur aktuellen Löschwasserversorgung besitzen beide Gemeindeteile Dorfteiche. Der Urprung der beiden Orte ist unklar. Eine sehr frühe Siedlung erscheint in diesem Fall glaubhaft, da bekanntlich Flusstäler seit jeher bevorzugte Siedlungsräume darstellten.

So ist es nicht verwunderlich, wenn bereits das Hersfelder Zehntverzeichnis Wünsch im Jahre 830 als Unschi aufführte. In seiner weiteren Entwicklung wurde dieser Name noch mehrfach geändert von Vunschi, Vusch, Vunsch bis hin zu Winitz. Auf Grund seiner Lage an einer wichtigen Kriegs- und Handelsstraße, die von Halle über Bad Lauchstädt nach Thüringen führte, kamen die beiden Orte oft sehr direkt mit der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in Berührung. So wurde z.B. Niederwünsch während des Bauernkrieges 1525 von den Truppen des sächsischen Herzogs auf seinem Weg von der Schlacht bei Frankenhausen nach Merseburg geplündert. 1815 kam das gesamt Gebiet zu Preußen. Es wurden die Kreise Merseburg und Querfurt gebildet und die Ortsteile den genannten Kreisen bis zur Gebietsreform 1952 zugeordnet.

Die Gemeinde Wünsch als ländliches Dorf ist eine gewachsene Siedlung mit eigener Entwicklung und Geschichte. Das überlieferte Ortsbild zu erhalten, ist Aufgabe des Gemeinderates und jedes einzelnen Bürgers. Diesem Ziel diente auch das Programm der Dorferneuerung in den Jahre 1993 bis 1998. Die bisher realisierten Maßnahmen haben wesentlich das Ortsbild positiv beeinflußt und zur Verbesserung des Wohn- und Lebensraumes in der Gemeinde beigetragen. So wurden Straßen und Gehwege saniert, markante Punkte bzw. Plätze im Dorf, die eine geschichtliche Bedeutung haben, neu gestaltet und auch neue Plätze geschaffen.


http://www.gemeinde-wuensch.de/Geschichte/geschichte.html

Mittelstands Anzeiger


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