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Andreas Löhne

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1

Mittwoch, 4. März 2009, 09:31

Schweinerei am Geiseltalsee

Der holländische Investor Nooren will bekanntlich eine Schweinemastlage in Mücheln (Stöbnitz) bauen. 7500 Mastplätze sollen dort entstehen. Dabei ist die Anlage weniger als einen Kilometer vom Yachthafen "Marina Mücheln" entfernt. Wie würde sich die Anlage (allein das Wissen um die Anlage) wohl auf den Tourismus auswirken, von dem man sich viele Arbeitsplätze in der Region erhofft? Man bedenke, dass allein nach der Wende 300 Mio. an Steuergeldern investiert wurden, um eine Seenlandschaft mit Badegewässerqualität entstehen zu lassen. Mit 8 Mio. Euro wurde der Yachthafen gefördert. Und nun soll das alles privatwirtschaftlichen Interessen geopfert werden ?

Dass es der Investor ernst meint, hat man währernd der ersten Erörterung zur Anlage auf dem Landesverwaltungsamt in Halle gesehen. Obwohl es sich formal um eine Neuerrichtung handelt, wurde dort argumentiert, dass ja bereits 2000 Schweine vor Ort wären, und momentan schließlich auch kein Gestank oder Umweltschäden entstünden. Wo diese vielen Schweine allerdings sein sollen, fragt sich jeder, der die alte DDR-Anlage einmal mit eigenen Augen gesehen hat. Wenn die insgesamt 17 Ställe früher für 5000 Schweine ausgelegt waren, können dann heute 2000 Schweine in den einzigen beiden Ställen sein, die die noch einigermaßen intakt sind?

Es ist erfreulich, dass sich nun die Bürgerinitiative "Perspektive Geiseltalsee" dieser Sache annehmen will. Demnächst wird es auch eine Internetpräsenz der BI geben: www.perspektive-geiseltalsee.de

Ich wünsche den Aktiven vor Ort viel Kraft und vor allem noch viel Zuwachs. Die BI "Contra Schweinemast" im Ziegelrodaer Forst hat bewiesen, dass sich das Engagement vor Ort lohnen kann, wenngleich man nicht verkennen darf, dass es ein langer und anstrengender Weg war.

Zitat: "Eine Schweinemastanlage mit modernen Biofiltern riecht nicht mehr nach Schwein, sondern nach Blumenerde" ?(
(ein Ingenieur des Antragstellers Nooren beim ersten Erörterungstermin zur Müchelner Mastanlage am 8. Januar 2009 vor dem Landesverwaltungsamt)

Andreas Löhne

unregistriert

2

Donnerstag, 5. März 2009, 11:55

Eine Karte sagt mehr als tausend Worte:


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Donnerstag, 5. März 2009, 18:03

Ich habe hier noch 4 Bilder von der Anlage. Ich hatte da sogar mein erstes Lehrjahr als Veterinär verbracht. Eine wirklich kleine Anlage aber ich glaube mit der Option zum Ausbau.




Mittelstands Anzeiger


Andreas Löhne

unregistriert

4

Freitag, 6. März 2009, 15:40

So sieht die alte Anlage (5000 Mastplätze) aus der Luft aus



Für die neue Anlage soll dann ein komplexes Gebäude (7500 Mastplätze) entstehen.

Ob die Anlage groß oder klein ist, ist relativ.

Bei drei Durchgängen pro Jahr stünden etwa 22500 Schweine pro Jahr zur Verfügung. Das ist etwas so viel wie im Schlachthof Weißenfels in Zukunft an einem Tag geschlachtet werden. So gesehen ist es eine kleine Anlage.

Wenn alle 7500 Schweine dicht hintereinander in einer Reihe laufen würden, so wäre diese Schlange länger als der größte Durchmesser des Geiseltalsees (etwa 7,5 km). So gesehen ist es ein große Anlage.



Ja Inge, warum der Konflikt? Noch gibt es ja keinen Konflikt, denn noch ist die Anlage nicht genehmigt. Für den Investor Nooren ist es sicher auch kein Konflikt. Für die Allgemeinheit könnte es zu einem Konflikt kommen, wenn wir nicht aufpassen!

Denn wer weiß, ob die zukünftigen Geiseltal-Touristen den Blumenerdeduft mögen ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Andreas Löhne« (6. März 2009, 16:17)


Andreas Löhne

unregistriert

5

Montag, 9. März 2009, 09:22

Einige Zahlen aus dem Internet:

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Fleischverzehr - Je nach Region verschieden


... Im Bundesdurchschnitt lag der Schweinefleischverbrauch 2002 bei 53,7 Kilogramm pro Einwohner. Davon entfielen nach ZMP-Schätzungen 62,8 Kilogramm auf die neuen Länder und Berlin, 51,3 Kilogramm auf das alte Bundesgebiet. Spitzenreiter beim Schweinefleischverbrauch sind die Menschen in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern Sie verbrauchen im Schnitt zwischen 65 und 66 Kilogramm Schweinefleisch pro Kopf und Jahr.

Quelle

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284 300 Tonnen Fleisch im Jahr 2008 gewerblich erzeugt

Mit 284 300 Tonnen Fleisch (ohne Geflügelfleisch) wurde im Jahr 2008 in Sachsen-Anhalt die bisher zweithöchste Fleischmenge nach 2006 (= 286 800 Tonnen) aus gewerblichen Schlachtungen erzeugt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden dafür 3,1 Mill. Schweine, 2 780 Rinder, 120 Kälber, 4 800 Schafe, 710 Ziegen und 500 Pferde geschlachtet.

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Schweinebestand liegt weiter über 1 Million

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden im November 2008 in Sachsen-Anhalt 354 200 Rinder, darunter 128 100 Milchkühe gehalten. Weiter wurden mit der Viehbestandserhebung in den landwirtschaftlichen Betrieben 1 053 500 Schweine ermittelt ...

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Fazit für Sachsen-Anhalt:

Einwohner: 2,4 Mio.
Mastschweinebestand: 1 Mio. (Lebensdauer eines Mastschweins etwa 4 Monate, Zahl entspricht also etwa 3 Mio. Schlachtungen)
Schweineschlachtungen pro Jahr: 3,1 Mio.

Die Eigenversorgung im Land dürfte also schon jetzt mehr als gesichert sein.

6

Donnerstag, 12. März 2009, 15:36

dort sollen jetzt Schweine drin sein ? ...kann ich mir auch nicht vorstellen ?(
ich fahre seit vielen Jahren jeden Tag dran vorbei ! :rolleyes:
hier noch mal was zur Lage ( links unten) 23. 07.2008 aufgenommen


7

Donnerstag, 12. März 2009, 17:34

Wir reden über 2 verschiedene Anlagen. Die Bilder von mir sind von der Anlage Mücheln, die aber auch Nooren gehört.
Diese liegt am Ortsende von Mücheln (in der Nähe von Stöbnitz) an einem Feldweg Richtung Schmirma/Öchlitz .
In der Nähe ist die Reiterhalle, falls die jemand kennen sollte. War damals alles VEG.
Kann jetzt keine Maps finden.

Die Anlage in Stöbnitz kenne ich nur von Aussen aber da dachte ich zu Ostzeiten schon, dass dort alle Schweine weg sind.
Nebenan waren noch andere Stallungen aber die waren für Pferde.

Wir reden also über 2 Anlagen.

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Übrigens dachte ich schon damals eher daran, dass man in Stöbnitz, dort wo die alte Anlage steht, ein Hotel bauen sollte.
Ich kann mich erinnern, dass man einen super Blick in den See hinein hat.

Mittelstands Anzeiger


8

Donnerstag, 12. März 2009, 17:41

Mücheln 19.12.2008. In ihrem Kampf gegen die geplante Schweinemastanlage in Mücheln Stöbnitz nahe dem künftigen Geiseltalsee und dem Yachthafen erhält die Stadt Mücheln jetzt Unterstützung vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Oliver Wendenkampf, Geschäftsführer des BUND Sachsen-Anhalt, bestärkt die Müchelner in ihrem Widerstand.
Wir appellieren an das Landesverwaltungsamt als Genehmigungsbehörde, diese Anlage für 7.500 Mastscheine im Vorranggebiet für Tourismus und Erholung abzulehnen und die Zukunft der Region nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen, betont er.
Die Stadt im Geiseltal wehrt sich schon lange gegen die Nooren-Pläne. Der Ort des Begehrens ist die ehemalige Schweinemastanlage in Stöbnitz, in der zu DDR-zeiten 4.700 Tiere standen. Sie war, wie der Müchelner
Bauamtsleiter Steffen Keller gegenüber der MZ sagte, Anfang der 90er Jahre geschlossen worden. Dann gab es wieder einen Interessenten, der aber in Konkurs gegangen sei. Von ihm habe gegen Ende der 90er Jahre Nooren die Anlage erworben.
Ursprünglich sollte sie still gelegt werden, erinnert sich Keller an die ersten Absprachen mit dem Käufer. Doch dann beantragte der holländische landwirt eine Abrissgenehmigung und den Neubau von zwei großen
Hallen für 4.700 Schweine. Dem landkreis, dem der Antrag zuerst vorgelegen habe, sei vom Landesverwaltungsamt das Verfahren entzogen worden. Nooren hat vom Landesverwaltungsamt eine Baugenehmigung erhalten, ärgert sich Keller heute noch.
Das allerdings wollte der Grundstücksnachbar der neuen Besitzer nicht hinnehmen und zog vor Gericht. Erfolgreich; das stoppte den Bau. Auch die Stadt klagte.
Wir fordern eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Die Menschen hier sollen die Chance erhalten, in einem ordentlichen Verfahren Widerspruch gegen das Vorhaben einzulegen, erklärte Steffen Keller.
Er blickt inzwischen wieder optimistisch in die Zukunft. Wir haben gerichtlich geklärt, dass es keinen Bestandsschutz mehr gibt für die frühere Schweinemastanlage. Und wir haben erreicht, dass ein Termin festgelegt wurde, in dem erst einmal geklärt wird, was berücksichtigt werden muss. Zum Beispiel Umweltschutz, Immissionen und ähnliches.
Dieser Termin sei im Januar.
Gegenwärtig werde in den Ställen eine unbekannte Anzahl von Schweinen gehalten. Das stinkt bis ans Ufer, grollt Keller.
Die Stadt habe sich Nooren gegenüber kooperativ gezeigt und andere Flächen angeboten ; ohne Erfolg. (MZ)

Mittelstands Anzeiger


9

Donnerstag, 12. März 2009, 17:44

Also "unbekannte Anzahl" ist doch ein Fall fürs Veterinäramt.
Ich kann mich erinnern, dass so etwas gar nicht sein darf.
Die Veterinärämter müssen immer genau wissen wie viel Tiere wo stehen.
Das sind Bestandteile von Seuchenplänen.

Also unbekannt geht gar nicht *gruebel*

Mittelstands Anzeiger


10

Freitag, 13. März 2009, 06:37

Hier ein Bild mit beiden Anlagen. Anlage 2 ist die wo die Fotos gemacht wurden.

Mittelstands Anzeiger


Andreas Löhne

unregistriert

11

Dienstag, 24. März 2009, 16:33

Ich habe mich sicherheitshalber noch mal erkundigt, es geht hier tatsächlich um die Anlage 1 bei Stöbnitz.

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Mittwoch, 7. Oktober 2009, 07:59

Idylle am See ist bedroht

Investor stellt neuen Bauantrag für Mastanlage mit 7 500 Schweinen in Stöbnitz
VON DIANA DÜNSCHEL, 06.10.09, 18:38h, aktualisiert 06.10.09, 19:18h
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServ…d=1246046590824

MÜCHELN/MZ. Im Geiseltal formiert sich neuer Widerstand gegen Pläne der niederländischen Investoren Gebrüder Nooren, eine Schweinemastanlage mit 7 500 Tieren im Ortsteil Stöbnitz zu bauen.

"Über die Müchelner Hafenanlage, Strand, Campingplatz und in die Nasen von Hotel- oder Pensionsgästen würde Stallgeruch wehen. Die Folgen für die Region wären sicher fatal. Solche Pläne sind für mich nicht nachvollziehbar", schüttelt Bürgermeister Udo Wurzel (parteilos) mit dem Kopf. Die Pläne des Landwirts sind in der Verwaltung seit Jahren bekannt. Ebenso lange wehren sich Kommune und Anwohner dagegen (die MZ berichtete). Erst im August gab das Landesverwaltungsgericht einer Klage Müchelns gegen die vom Land erteilte Baugenehmigung für einen Ersatzneubau statt.

Nun, nur wenige Wochen später, liegt ein neuer Antrag des Eigentümers, diesmal für einen Komplettneubau, auf dem Tisch vom Bürgermeister. Das Thema kam daraufhin im jüngsten Hauptausschuss auf die Tagesordnung. Dort herrschte bei den Mitgliedern Einigkeit darüber, dass das Ansinnen erneut abgelehnt wird. Nun soll ein entsprechender Beschluss in der nächsten Stadtratssitzung gefasst werden.

"Wir haben vor Gericht erreicht, dass der Bestandsschutz der jahrzehntealten Anlage aufgehoben wurde. Das heißt, der Investor müsste die alten Anlagen abreißen und komplett neu bauen. Bis dahin liegen noch einige Hürden vor ihm", bleibt Udo Wurzel optimistisch, dass das Projekt nicht realisiert wird.

"Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist erforderlich. Es wird Untersuchungen über die Transportwege geben. Vor allem aber kann jeder Bürger bei der öffentlichen Auslegung des Vorhabens Einwände und Bedenken vorbringen", ergänzt Bauamtsleiter Steffen Keller. Dass die Betroffenen die Chance erhalten, Widerspruch einzulegen, stimme ihn froh.

Sjaak Nooren hingegen ist weit davon entfernt, aufzugeben, wie er auf Nachfrage der MZ bestätigt. Zunächst einmal habe er gegen das August-Gerichtsurteil Berufung eingelegt, informiert er. Zum anderen sei die jetzt neu geplante Anlage mit einer Abluftreinigung und hochmodernen Filtern versehen, die verhindern würden, dass Stallgeruch nach draußen dringe. Natürlich habe er im Vorfeld des Antrags entsprechende Berechnungen in Auftrag gegeben.

Die Gebrüder Nooren GbR versuchte in der Vergangenheit mehrfach an verschiedenen Standorten Schweinemastanlagen mit tausenden Tieren zu etablieren, etwa in Allstedt. Bisher scheiterten all diese Projekte.

Mittelstands Anzeiger


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Donnerstag, 22. Oktober 2009, 20:18

Müchelns Einwohner wollen Kommune unterstützen - Unterschriftensammlung hat begonnen
VON DIANA DÜNSCHEL, 22.10.09, 17:05h, aktualisiert 22.10.09, 19:46h
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServ…d=1246046602061

MÜCHELN/MZ. In Mücheln wächst der Widerstand gegen den Neubau einer Schweinemastanlage mit 7 500 Tieren im Ortsteil Stöbnitz. Der Stadtrat folgte Donnerstagabend dem Vorschlag der Verwaltung, den Bauantrag der Gebrüder Nooren als Investoren abzulehnen.

Auslegung beginnt Freitag

Bereits Mittwochabend gründete sich in Stöbnitz eine Bürgerinitiative gegen das Projekt. Die Mitstreiter um Uwe Eldau wollen sich Freitag erneut treffen, um eine weitere Bürgerversammlung vorzubereiten, die am Donnerstag, 19 Uhr, im "Bowlingcenter" in Mücheln geplant ist. Gleichzeitig begannen sie mit einer Unterschriftensammlung, die man in den nächsten Tagen fortführen will.

Die Zeit drängt. Darauf machte Bürgermeister Udo Wurzel (parteilos) bei der Bildung dieser Initiativgruppe deutlich. Bereits ab Freitag erfolge für einen Monat die öffentliche Auslegung des Vorhabens in der Stadtverwaltung, erläuterte er. Einen weiteren Monat hätten die Bürger dann noch Zeit, Einwände und Bedenken vorzubringen. Auch der Anhörungstermin dazu stehe fest. Er finde am 19. Januar in der Händelhalle in Halle statt.

Silvio Ditfe vom Bauamt erläuterte den rund 40 Anwesenden die Fakten. Demnach soll der Neubau der Stallanlage auf dem Gelände der jetzigen Schweinemast ein Komplex von 50 mal 150 Meter Größe sein, in dem die Tiere binnen 135 Tagen von 30 auf 130 Kilogramm gemästet werden. "Das würde einen jährlichen Durchlauf von etwa 20 000 Tieren bedeuten oder anders gesagt drei Schweinetransporte täglich", so der Müchelner. Dazu kämen noch die Futtermittel- und Gülletransporte.

Alle im Saal der Kleingartenanlage Stöbnitz waren sich einig, dass das Projekt verhindert werden muss, weil sich Schweinemast und künftiger Tourismus rund um den Geiseltalsee ausschließen. Dass die neue Anlage mit einer Abluftreinigung und hochmodernen Filtern versehen sei, die verhindern würden, dass Stallgeruch nach draußen dringe, wie Sjaak Nooren in einem MZ-Gespräch sagte, änderte daran nichts.

"Stöbnitz ist nach dem Ende des Bergbaus eine super Wohnlage mit angenehmen Lebensbedingungen geworden. Das lassen wir uns nicht nehmen", meinte Uwe Eldau. Horst Schoppe sprach von einer "herausfordernden Provokation". Doch es kamen auch Fragen auf, wie: Warum reagiert die LMBV nicht? Wie stehen die anderen See-Anrainerkommunen dazu? Zudem zeigten sich einige Bürger verunsichert. Komme der Widerstand angesichts der knappen Zeit nicht zu spät?, wollten sie wissen.

Kompetente Hilfsangebote

Andererseits gab es kompetente Hilfsangebote. Der Kreis-Grünen-Chef Andreas Löhne versprach, die Bundestagsabgeordnete Undine Kurth einzuschalten. Zudem gab Bernhard Schneider von der Bürgerbewegung "Contra Schweinefabrik im Ziegelrodaer Forst" Tipps für das weitere Vorgehen. Er trug mit seinen Mitstreitern wesentlich dazu bei, dass eine Schweinemastanlage im Landschaftsschutzgebiet Ziegelrodaer Forst verhindert werden konnte.

Bürgerversammlung zum Thema Schweinmastanlage am Donnerstag, 29. Oktober, 19 Uhr, in der Gaststätte "Bowlingcenter", Goethestraße in Mücheln

Mittelstands Anzeiger


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Freitag, 30. Oktober 2009, 18:19

Protestaktion läuft auf Hochtouren
SCHWEINEMAST Zahlreiche Müchelner unterstützen Bürgerinitiative gegen Bauvorhaben mit ihrer Unterschrift.
VON DIANA DÜNSCHEL, 30.10.09, 16:44h

MÜCHELN/MZ. In Mücheln gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Aktivitäten der neuen Bürgerinitiative "Pro Geiseltalsee - Contra Schweinemast Stöbnitz".

Im Stadtgebiet verteilt hängen mehrere große Protestbanner. Rund 250 Einwohner haben sich bis gestern an der angelaufenen Unterschriftensammlung gegen die geplante Schweinemastanlage mit 7 500 Tieren direkt am See beteiligt. Gut 200 Interessenten kamen Donnerstagabend zu einem Informationstreffen in die Gaststätte "Bowlingcenter", bereit, sich gegen den befürchteten Geruch, Lärm, die Verkehrsbelastung, die Gefährdung von Trinkwasser und Böden sowie einen Imageschaden des Tourismusgebietes zu wehren.

Dabei betonte Bürgermeister Udo Wurzel (parteilos), dass die Kommune dringend die Unterstützung der Bürger brauche, um das Vorhaben der Investoren Gebrüder Nooren zu verhindern. Denn gegen den Antrag, der im Bauamt der Verwaltung ausliegt, könne nur bis 4. Dezember Einspruch erhoben werden, der zudem fachlich fundiert sein müsse. Natürlich erledige die Stadt ihre Hausaufgaben, so Udo Wurzel weiter. Für Mitte November gebe es einen Termin mit Wirtschaftsminister Rainer Haseloff (CDU) zum Thema. An Saalekreis-Landrat Frank Bannert (CDU) sei ein Brief mit der Bitte um Hilfe durch die Fachämter unterwegs.

Uwe Eldau aus Stöbnitz gab im Namen der vor einer Woche ins Leben gerufenen Bürgerinitiative bekannt, dass es auf der Internetseite von Geiseltalsee.de einen Link gebe und dort Handzettel der Initiative und Muster für Unterschriftenlisten heruntergeladen werden könnten. Momentan bereite man Formbriefe für die Einsprüche vor.

Andreas Förtsch, der ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern der Bürgerinitiative gehört, informierte darüber, dass für Sonnabend, 21. November, ein großer Aktionstag samt Demo gegen die Schweinemast geplant werde. Auch sei ein erstes Treffen mit einem Rechtsanwalt verabredet worden. Man habe zudem diese Woche mit den Bürgermeistern von Braunsbedra und Bad Lauchstädt, Steffen Schmitz (CDU) und Ilse Niewiadoma (FDP), gesprochen. Beide hätten zugesagt, Stellungnahmen abzugeben.

"Wir brauchen Ihre Hilfe", appellierte Kathrin Ditfe von der Bürgerinitiative. "Beteiligen Sie sich, stehen Sie hinter uns, rütteln Sie ihre Nachbarn wach! Wir würden uns eine Riesenchance vergeben, wenn wir die Schweinemast zulassen." Dass es praktisch für jeden Möglichkeiten gibt, begründete Einwände vorzubringen, machte Bernhard Schneider deutlich. Der Loderslebener, der jahrelang an der Spitze der Bürgerinitiative gegen die geplante Schweinemastanlage im Landschaftsschutzgebiet Ziegelrodaer Forst stand und das Allstedter Projekt mit verhinderte, hatte sich mit dem Bauantrag vertraut gemacht, zeigte Fehler auf, gab Tipps und Ratschläge.

Nur einmal kam in der Versammlung Donnerstagabend Tumult auf. Mehrere Jugendliche aus Mücheln und Stöbnitz zweifelten laut an, dass es durch die Schweinemast zu Geruchsbelästigungen kommen werde und sahen sich plötzlich einer aufgebrachten Menschenmenge gegenüber. Udo Wurzel lud sie daraufhin zu einem Gespräch ins Rathaus ein.

Die Initiativgruppe der Bürgerinitiative trifft sich wieder am Donnerstag, 5. November, 19 Uhr, in der Touristinformation an der Marina.
Ansprechpartner ist Andreas Förtsch, Telefon 0172 / 3 46 14 83, Mail:contra-schweinemast-stoebnitz@geiseltalsee.de


Im Internet auf der Homepage www.geiseltalsee.de
stehen der Handzettel der Bürgerinitiative sowie Vordrucke für Unterschriftenlisten zum Herunterladen bereit.

Bildquellen geiseltalsee.de



Mittelstands Anzeiger


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Freitag, 30. Oktober 2009, 19:01

Die Goethestadt Bad Lauchstädt ist Anrainerkommune am Geiseltalsee. Viele zukünftige Projekte zur touristischen Entwicklung der Region und Schaffung von Arbeitsplätzen sind in Planung. Damit die Investitionen auch Früchte tragen, sollten alle Wahrscheinlichkeiten minimiert werden, die dazu führen könnten, dass die geplanten Ziele nicht erreicht werden.

Wenn jeder Bad Lauchstädter (natürlich auch Schafstädt, Delitz, Klobikau und Milzau) seine Unterschrift abgibt wäre das eine super Sache. Denn diese Geschichte geht uns auch etwas an auch. Gemeinschaftsziele erreicht man nur wenn man bei Zeiten anfängt gemeinschaftlich zu handeln. Diese Unterschriftenaktion bietet dazu eine gute Gelegenheit. Die Stadtverwaltung ist über den Aufruf informiert.


Am Besten noch den Nachbarn aufklären, unterschreiben lassen und den Unterschriftenzettel in den Postkasten der Stadtverwaltung werfen.

Mittelstands Anzeiger


18

Freitag, 30. Oktober 2009, 20:35

Hier noch mal der Link vom zukünftigen Strand der Goethestadt Bad Lauchstädt
Der Strand von Bad Lauchstädt am Geiseltalsee

Mittelstands Anzeiger


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Samstag, 31. Oktober 2009, 12:37

Wer eine Webseite, Blog oder ähnliches hat kann das Logo benutzen und zu diesem Thema verlinken.



Link:
http://media.saalekreis-marketing.de/schweinefabrik.png

Genehmigung vom Urheber (Allstedt) liegt vor

Mittelstands Anzeiger


20

Samstag, 31. Oktober 2009, 16:56

Mag sein, aber die Gülle, und die muss ja irgendwo hin. Wird wohl kaum in Wasser umgewandelt. Die Felder werden versaut und das Grundwasser evtl. auch.


In Wasser nicht aber in Biogas. Hat man in Goe. Bad Lauchstädt nicht auch so eine Anlage. Wenn ja, stinkt sie ?

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