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Donnerstag, 6. März 2008, 12:52

Enstehung von Braunsbedra

Die heutige Stadt Braunsbedra ist zusammengewachsen aus den Ortsteilen Bedra, Braunsdorf, Schortau und Neumark. In jedem dieser Dörfer gab es eine eigene Kirchengemeinde. Große Veränderungen an der Struktur des Ortes traten seit den 50iger Jahren des 20. Jahrhunderts mit der Abbaggerung vieler umliegender Dörfer ein. Ein Großteil der heimatlos Gewordenen wurde in der sogenannten Parksiedlung zwischen dem alten Bedra, Braunsdorf und Neumark angesiedelt. Die Bevölkerung wuchs sprunghaft an (auf teilweise über 9000).

 

Dem Zusammenwachsen der Ortsteile zur Stadt Braunsbedra haben die Kirchengemeinden Rechnung getragen durch die Bildung einer einzigen Kirchengemeinde, die nun auch Großkayna umfasst. Von den mittlerweile noch 7800 Einwohnern Braunsbedras gehören heute ca. 850 der Evangelischen Kirchen an.

Unser Gebäudebestand trägt freilich noch deutlich die Züge der alten kirchlichen Struktur:

 

in Bedra gibt es die kleine gotische Gnadenkirche (die für so manche größere Veranstaltung der Gesamtkirchengemeinde oft zu eng wird) und ein Gemeindehaus mit Pfarrwohnung, Gemeindebüro und Gemeinderäumen

in Braunsdorf steht die Erlöserkirche, die - nachdem sie schon fast als hoffnungsloser Fall galt - vor allem durch den Einsatz des Freundeskreises Erlöserkirche e.V. heute wieder ein echtes Schmuckstück ist. Seit dem Jahr 2001 lässt sich hier die wiedererstandene Ladegastorgel hören. Das historische Pfarrhaus in Braunsdorf (in welchem der Alte Fritz vor der Schlacht zu Roßbach genächtigt haben soll), wurde von der Kirchengemeinde in den 90iger Jahren verkauft.

In Schortau gibt es eine freundliche kleine Dorfkirche, deren Innenausstattung sich einer der abgebaggerten Kirchen verdankt.

Die beiden evangelischen Kirchen von Groß- und Kleinkayna sind dem Krieg bzw. der Kohle zum Opfer gefallen. In den 60iger Jahren erkämpfte sich die dortige Kirchengemeinde ein Austauschgrundstück, auf dem das neue Gemeindehaus errichtet wurde. Es enthält einen Gottesdienstsaal, Gemeinderäume und eine Wohnung.

Der frühere Ort Neumark ist zum größten Teil unter den Wassern des Geiseltalsees verschwunden. Mit ihm auch die evangelische Kirche. Verschont geblieben ist die katholische St. Heinrichskirche, die im Krieg beschädigt, später aber wieder aufgebaut wurde.

 


Hier gefunden
http://www.evangelischekirchebraunsbedra.de

 


 

Mittelstands Anzeiger


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