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Freitag, 19. März 2004, 18:06

Einen anderen Weg gehen

Einen anderen Weg gehen

Wo gehen Sie lieber spazieren? Dort wo es total überlaufen ist und wo sich die Leute gegenseitig auf die Füße treten? Oder laufen Sie lieber dort, wo Sie nur wenigen anderen begegnen?

Und wie ist das, wenn Sie ein bestimmtes Ziel erreichen wollen (z.B. einen neuen Job finden oder die Selbständigkeit)? Gehen Sie dann den Weg, den alle anderen auch gehen oder verlassen Sie lieber die ausgetretenen Wege?

Hier ist der Weg, den alle anderen gehen nämlich oft genau der Falsche, besonders wenn alle auf diesem Weg das Gleiche wollen und wenn Sie in einer Konkurrenzsituation sind.

Nehmen wir einmal an, Sie suchen einen neuen Job. Wenn Sie jetzt den ganz normalen Weg gehen, dann schauen Sie die Stellenanzeigen durch, bewerben sich, vielleicht schreiben Sie sogar eine Initiativbewerbung und hoffen, dass Sie eingeladen werden und letztlich den Job bekommen.

Und je nachdem, wie viele Leute mit Ihnen den gleichen Weg gehen und es genauso machen wie Sie, werden Sie mehr oder weniger erfolgreich sein. Wenn gerade viele Menschen in Ihrer Branche auf der Suche nach Arbeit sind, haben Ihre Bemühungen wahrscheinlich weniger Erfolg.

Aber was wäre, wenn Sie die ausgetretenen Pfade verlassen und es auf eine andere Art versuchen würden, als alle anderen.

Sie könnten z.B. einem Arbeitgeber anbieten, einen Monat umsonst zu arbeiten. Oder Sie bieten einem möglichen Arbeitgeber an: Wenn Sie mit meiner Arbeit nicht zufrieden sind, zahle ich Ihnen einen Monatslohn. Oder Sie lenken durch eine besondere Aktion oder Initiative die Aufmerksamkeit des gewünschten Arbeitgebers auf sich. Es gibt 1001 Möglichkeiten, um der Konkurrenzsituation auf dem Arbeitsmarkt zu entgehen.

Leider machen sich die wenigsten die Mühe, über den "Normalen Weg" hinauszuschauen, weil sie es einfach nicht gelernt haben. Wenn es auf die normale Art nicht klappt, dann sagen sie:

Ich habe es ja versucht. Ich habe 100 Bewerbungen geschrieben und nur Absagen bekommen. Der Arbeitsmarkt ist eben im Augenblick so schlecht. Und der Staat hilft mir auch nicht.

Und das ist ja auch wahr für sie. Aber wenn ich in einem Raum gefangen bin und 100 Mal erfolglos mit dem Kopf gegen die Wand gehauen habe. Ist der Raum dann ausbruchssicher? Auch wenn es am anderen Ende des Raums eine offene Tür gibt, die ich aber noch nicht entdecken konnte, weil ich mich einfach nicht umgedreht habe?

Statt Seminare, wo Arbeitssuchende lernen, wie Sie Bewerbungen schreiben, brauchen sie wahrscheinlich jemanden, der Ihnen zeigt, wie man die gewohnten Denkwege verlassen und wie man für sich selbst Verantwortung übernehmen kann. Und das ist auch keine Frage der Intelligenz, sondern des Selbstvertrauens und der Übung.

Gehen Sie einen anderen Weg, wenn der normale Weg überlaufen ist: Das gleiche Prinzip gilt immer dann, wenn ich in einer Konkurrenzsituation Erfolg haben will.
Wenn Sie es so machen, wie alle anderen, dann sind Sie austauschbar und einer von vielen. Aber wenn Sie pfiffig sind und es anders machen, als alle anderen, dann erhöhen Sie Ihre Chancen.

Das ist natürlich ein bisschen anstrengender. Um die offene Tür zu finden, müssen Sie bereit sein, Fehler zu machen. Sie müssen nachdenken und sich die richtigen Fragen stellen und Antworten finden. Vielleicht Zugeständnisse machen. Über Ihren Schatten springen. Sie müssen ihre Bequemlichkeit aufgeben. Experimentieren. Sich manchmal aus dem Fenster lehnen.

Aber ist das nicht besser, als sich immer wieder den Kopf einzuhauen? :idi

Quelle: waswillich.de

Mittelstands Anzeiger


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Freitag, 19. März 2004, 19:29

Ich hatte auch schon viele Unterhaltungen, unter anderem mit Jugendlichen, die noch nicht so richtig wusten welchen beruflichen Weg sie gehen sollten.

Was in solchen Unterhaltungen immer TOP Thema war, war der Verdienst. Ich hatte früher immer sehr gute Beziehungen zu meinen Lehrern und diese vermittelten mir Anschauungen die ich mir angenommen habe und gern mal zum besten gebe. ;)

Folgende Gedanken wurden mir vermittelt:

Ein Lehrer sagte: Wenn Sie auf Arbeit gehen um Geld zu verdienen dann werden sie das auch ABER Sie bekommen nichts weiter.

Meine Lehre aus dieser Aussage ist folgende:

Wenn ich auf Arbeit gehe weil ich Spass an der Sache habe, dann bin ich auch bereit etwas länger zu arbeiten als ich muss.
Wenn ich Spass an der Arbeit habe bin ich viel offener im Lernprozeß, Sachen kritisch zu betrachten, diese zu optimieren und es letztendlich besser zu machen.
Wenn ich so lernbereit bin weil ich Spass an der Sache habe, werde ich mich immer und immer weiterbilden ohne das ich es bewußt merke.

Eines Tages wird man feststellen, daß ich mehr weiss als meine Kollegen (die auf Arbeit gehen um Geld zu verdienen)
Eines Tages wird mir deshalb mehr Verantwortung übertragen.
Eines Tages bin ich Speziallist auf meinem Gebiet.
Eines Tages werde ich mehr Geld "verdienen" als meine Kollegen.

Das ist mir in meinem Leben immer wieder begegnet diese Erkenntniss und es funktioniert immer wieder(zumindestens für meine Person)

Deshalb gebe ich auch immer , den oben erwähnten Jugentliche den Rat. Sucht euch einen Job der euch Spass macht und seit kreativ. Macht man die Sache gut und besser, kommt das Geld automatisch hinterher.

Die Geschichte oben passt für mich in meine Weltanschauung.
Ich würde, wenn ich was neu anfangen will, auf alle Fälle bereit sein auch einen Monat ohne Geld zu arbeiten.
Das würde mir nichts ausmachen WEIL ich ja nicht auf Arbeit gehe um Geld zu verdienen sondern weil ich Spass daran habe. :D

Mittelstands Anzeiger


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Freitag, 13. März 2009, 20:18

Für das Thema hat sich seit 2004 keiner interessiert, deshalb wil ich es noch mal puschen.
Es passt für mich immer noch genau so wie vor 5 Jahren.

Automatismen oder "sichere" Pfade verlassen ist mit Sicherheit nicht leicht aber man kann ja zumindest dahingehend mal "denken". ODER?

Gehst du du auf Arbeit um Geld zu verdienen oder macht dir deine Arbeit Spass?

Mittelstands Anzeiger


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