Sind Ihnen offizielle oder halb offizielle Geschäftsempfänge, bei denen Sie niemanden kennen, ein Gräuel? Dann teilen Sie diese Abneigung mit vielen anderen Menschen, die oft auch verkrampft herumstehen, sich einen Appetithappen nach dem andere in den Mund schieben und nervöse Schlücke aus ihrem Weinglas nehmen. Kein Grund zur Panik. Ihr Unbehangen ist lediglich darin begründet, dass Sie viel zu viel von sich erwarten
Fragen Sie sich ganz einfach: Wie würden Sie denn gern von anderen angesprochen werden? Ganz sicher nicht mit hochtrabenden Reden oder intellektuellen Vorträgen. Sie sind doch bestimmt dankbar, wenn jemand mit Ihnen ganz natürlich über das Wetter, den Wein, den Urlaub oder sein Hobby plaudert. Sehen Sie? Den anderen geht es auch so!
Lesen Sie gleich im ersten Artikel, welche Tipps und Tricks unsere Stil-Experten für den gekonnten Small Talk in petto haben. Sie werden sehen, es ist gar nicht so schwer, wie es aussieht!
----------------------------------------------------------------------
Small Talk souverän und gekonnt: So geht es!
"Männer verstehen unter Konversation die Kunst, andere zum Reden zu bringen. Frauen verstehen darunter die Kunst, andere zum Schweigen zu bringen." :gr
Henry de Montherlant (1896-1972), französischer Dichter
Wie würden Sie denn gern von anderen angesprochen werden?
Versuchen Sie, locker zu bleiben. Setzen Sie ein Lächeln auf, und fragen Sie zum Beispiel, woher Ihr Gegenüber den Gastgeber kennt. Oder:
"Sind Sie das erste Mal hier?"
"Ich bin so gerne hierher gekommen. XX ist so eine tolle Stadt. Kennen Sie sich hier aus?"
"Standen Sie auch so lange im Stau?"
All das sind Gesprächseinstiege, auf die Sie in jedem Fall eine Antwort bekommen. Jetzt brauchen Sie nur noch zu sagen, wie Sie zu der Frage stehen, und dann stellen Sie sich vor. "Übrigens, ich bin Sabine Meyer von TX-Systems." Wenn Ihr Gesprächspartner ein höflicher Mensch ist, wird er Ihnen auch seinen Namen nennen.
Und wie geht's nun weiter..
.. etwa wenn der andere auch nicht gerade ein Small Talk-Profi ist? Vielleicht haben Sie schon in Erfahrung gebracht, woher er den Gastgeber kennt. Jetzt können Sie anfügen
"Ach, Sie haben zusammen studiert? Hier in Frankfurt?" oder
"Wenn Sie schon öfter hier waren, wissen Sie sicher, ob es üblich ist, dass die meisten erst später kommen?" oder
"Sind die Lachsbrötchen gut? Dann werde ich mir später auch eins holen."
Greifen Sie auf allgemeine Themen zurück. Reden Sie zum Beispiel über aktuelle Filme: "Jeder spricht über den 3. Teil von 'Herr der Ringe'. Haben Sie ihn sich angesehen?" Über den Job: "Ich arbeite in der Elektronikbranche, daher kenne ich den Gastgeber."
Geeignete Gesprächsthemen sind:
Wohnort, Land, Stadt(-viertel), Straße
Familienstand und Kinder
Haustiere und Tiere allgemein
Beruf, Tätigkeit, Studium, Ausbildung
Hobbys, Freizeitbeschäftigung, Sport
Urlaub, Reisen
Für die ersten Kontakte wenig geeignet bis tabu sind dagegen folgende Themen:
Politik :gr
Religion
Krankheiten
Kritik am Essen oder an den Gastgebern
Ehe- oder Partnerschaftsprobleme
Geld oder Geschäfte
So fördern Sie die Kommunikation
Es gibt Menschen, mit denen man gern ein Gespräch führt, weil man sich dabei wohl fühlt. Diese Menschen erhalten auch am ehesten Informationen. Deshalb: Fördern Sie Ihr Kommunikationsverhalten, indem Sie folgende Aspekte bei Gesprächen berücksichtigen:
Stellen Sie
Zwischenfragen. Das signalisiert, dass Sie interessiert zuhören.
Bestätigen Sie das Gehörte, indem Sie es hin und wieder zusammenfassen.
Hören Sie aktiv zu. Sagen Sie einfach zwischendurch "ja", "mhm", "verstehe" o.Ä.
Achten Sie auf eine offene Körperhaltung. Lehnen Sie sich nicht zurück, und verschränken Sie
nicht die Arme.
Halten Sie
Blickkontakt. Es irritiert Ihr Gegenüber, wenn Sie woanders hinsehen.
Machen Sie ein
freundliches Gesicht.
Achten Sie auf einen
freundlichen Ton.
Bauen Sie
keine Barrieren durch Tische auf. Setzen Sie sich besser über Eck.
Kommunizieren Sie lebhaft. Unterstreichen Sie Ihre Worte durch
Gestik und Mimik
Newsletter von
http://www.vnr.de