Du hast eine besondere Reise vor, eine Reise der Liebe und des Friedens . Du willst einen besonderen, weit entfernt liegenden spirituellen Berg ersteigen. Dir steht eine lange, beschwerliche Reise bevor, bei der du auf viele Hindernisse und Schwierigkeiten stoßen wirst.
Du musst für diese Reise gut vorbereitet und erholt sein.
Als du dich auf den Weg machst, fällt dir auf, dass du fünf Taschen trägst. Ja, es scheint dir, als hättest du diese Taschen schon immer dabeigehabt. Dann erhältst du einen Hinweis deiner Führung, dass es Zeit ist, diese Taschen zu öffnen und nachzusehen, was drin ist.
Du öffnest sie eine nach der anderen. In der ersten Tasche findest du deinen Ärger . Den ganzen gewaltigen Ärger, den schwelenden Groll, die bitteren Enttäuschungen, die unbedeutenden Ärgernisse, die im Lauf der Zeit größer geworden sind, Zorn, Wut und Rachegelüste. Du triffst bewusst die Entscheidung, diese Tasche auszuleeren. Du findest eine Klippe und wirfst den Inhalt und dann auch die Tasche in die Tiefe. Jetzt fühlst du dich ein wenig erleichtert. Aber da sind noch vier andere Taschen.
Du öffnest die zweite Tasche und siehst darin all deine kleinlichen Sorgen , deine lähmenden Befürchtungen, deine quälenden Kümmernisse, aus denen im Lauf der Jahre große Ängste und Schuldgefühle geworden sind. Du triffst die bewusste Entscheidung, die Tasche über einer anderen Klippe auszuleeren. Als du dies tust und dann die Tasche hinabwirfst, setzt du alle Ängste frei, die dich bisher zurückgehalten haben. Jetzt fühlst du dich schon viel leichter.
In der dritten Tasche findest du deinen Widerstand , richtig und konsequent zu meditieren. Du findest in dieser Tasche deine Ablenkungen, dein eitles Geschwätz, deine Bequemlichkeit und all die anderen Dinge, die dich von deinem Ursprung fernhalten. Ohne nachzudenken wirfst du die Tasche samt Inhalt schnell über eine andere Klippe.
Nun willst du dich um die vierte Tasche kümmern. Darin findest du alles Lebendige, alle Lebewesen, darunter auch Teile deiner selbst, zu denen du unfreundlich und respektlos warst oder die du durch eigene Gedankenlosigkeit entehrt hast. All diese lebenden Wesen weinen. Auch du weinst, während du sie der Reihe nach herausnimmst, streichelst und hältst und dabei dein Bedauern kundtust.
Sobald sie sich besser fühlen, machen sie sich auf, zurück zu ihrem ursprünglichen Platz, deine Unfreundlichkeit bindet sie nun nicht mehr. Du fühlst dich um soviel besser und soviel leichter, dass du meinst, du kannst nun endlich weitergehen. Aber etwas hält dich noch immer zurück: die letzte Tasche.
Die ist natürlich die Tasche mit deiner Undankbarkeit . Darin findest du all deine Klagen , dein Selbstmitleid und deine Überzeugung , zu kurz gekommen zu sein. Du leerst sie aus und füllst diese Tasche mit Dankbarkeit für die Fülle, die dir zuteil geworden ist und lässt sie offen liegen, damit ein anderer sie finden kann. Jetzt bist du frei und fröhlich und kannst deine Reise auf den Berg fortsetzen. Frieden und Liebe folgen dir nach. Amen.
Andreas Fiedler
P.S. Zu dem Wort Amen, Gott und Unterbewußtsein werde ich in der nächsten Zeit etwas berichten.