Das Lachen
Wenn wir lauthals lachen müssen, kommt Bewegung in den Körper.
Typische Begleiterscheinungen eines Heiterkeitssturmes: die Schultern zucken, der Brustkorb wackelt, das Zwerchfell hüpft auf und ab, Tränen schießen in die Augen, die Luft bleibt uns fast weg, das Herz klopft, die Beine werden weich, manchmal erschlafft die Blase ... Zudem haben die Gelotologen herausgefunden, dass für ein herzhaftes Gelächter bis zu 80 Muskeln zusammenwirken.
Das rhythmisch pumpende Zwerchfell befördert dann die Atemluft mit bis zu 100 Stundenkilometern hinaus ins Freie. Dabei produzieren wir im Durchschnitt fünf Lachlaute pro Sekunde, die immer mit "h" beginnen, aber individuell enden.
Zum Lachen gehört zudem ein typischer Gesichtsausdruck. Er entsteht, weil zwei Muskeln zusammenarbeiten: Der Wangenmuskel hebt die Mundwinkel an und zieht sie nach außen, der Augenmuskel "schiebt" die Haut von der Schläfe und der Wange zu den Augen. Dabei entstehen die Lachfältchen oder Krähenfüsse. Ebenfalls beteiligt an der lachenden Mimik sind viele Muskeln im Mund-, Nasen- und Stirnbereich.
Auch im Körperinneren tut sich viel. Lachen setzt Dopamin, Serotonin und Endorphine frei, so genannte "Glückshormone", die aufheitern und entspannen.
Die Produktion von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol wird dagegen gehemmt.
Auch die Immunabwehr soll steigen, sagen amerikanische Lachforscher, die bei heiteren Probanden mehr Antikörper im Blut feststellten als bei ernsten Testpersonen.
Wie eine kostenlose Medizin kann Lachen zudem Menschen mit chronischen Schmerzen
helfen - wahrscheinlich, weil die ausgeschütteten Endorphine auf das Schmerzzentrum
im Hirn wirken.
Akut Kranken hilft die Heiterkeit, schneller wieder auf die Beine zu kommen.
In manchen Krankenhäusern werden daher die Patienten daher von professionellen Humoristen und Clowns besucht, die Leben und Fröhlichkeit in die Zimmer bringen und so den Heilungsprozess der Kranken fördern wollen.
Quelle: Petra Sperling/ eVITA