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Montag, 5. Juni 2006, 19:10

Die evangelische Kirche in Bad Lauchstädt

Die evangelische Stadtpfarrerkirche zu Bad Lauchstädt

1499 spätgotische Kirche St. Fabian, Sebastian, Valentin und Cyriakus geweiht: Davon existieren heute noch der Ostturm und daran anschließend die in zwei Jochen Kreuzgratgewölbte Sakristei

Im 30jährigen Krieg stark beschädigt und aufgrund der großen Zerstörungen innerhalb von 10 Tagen abgetragen.
1685-86 innerhalb eines halben Jahres wieder aufgebaut.
November 1685 erste Taufe, in der neuen Kirche im halbfertigen Kirchenschiff: das erste Kind von Herzog Christians Sohn Philipp Die junge Familie wollte ins benachbarte Schloss einziehen da es in Merseburg zu eng geworden war. Kirchenfertigstellung, und Ende des Schlossumbaus wurden planmäßig gleichzeitig erreicht (1986).

Besonderheit:
Der Turm , üblicherweise am Westteil von Kirchen stehend, wurde im Osten erbaut wahrscheinlich wegen des dort festeren Baugrundes. (Schloss stand schon da. Schlossgraben war voll Wasser, Turmfundament im Westen zu nahe am Wasser)

Aufgang im Ostbereich:
Durch den Turm zu den Emporen für die Prominenz, die im Kurbad weilte (ca. bis 18 JH)

Tür neben dem Schaukasten:
Oberes Wappen von Herzog Christian zu Merseburg. das untere von Herzog Heinrich.

An der Südseite des Kirchenschiffes im Bereich der alten Kirche befindet sich eine Spolie - ein Stein aus der alten Kirche mit der Jahreszahl 1618.
In diesem Jahr fand in B.L. eine 100-Jahr-Feier statt anlässlich des Thesenanschlages zur Reformationszeit.
Es wurde zum Gedenken ein solcher Stein angefertigt.

Fenster:
an der Südseite des Kirchenschiffes:
Das mittlere ist als einziges in der Optik noch so erhalten, wie es früher war.

Sonnenuhr:
früher an seiner Südseite des Turmes, heute nur noch das eiserne Gestänge übrig

Turmuhr:
Früher nur Richtung Markt (Ostseite), mechanische Uhr. Tiefer angebracht, etwas unterhalb der Simse des Turmes. Die heute vorhandene Uhr wurde erst vor etwa 100 Jahren höher gesetzt und auf vier Seiten erweitert.

Steine der alten Kirche:
Nordseite (Kirchplatz): am Kirchenschiffes im unteren Bereich zwischen Tür und Turm

Zugemauertes barockes Fenster:
Zur Beleuchtung der Kanzel dahinter; Sie war näher an der Nordwand und höher angeordnet als heute.

Holzkreuz hinter dem zugemauerten Fenster mit dem Jesus-Corpus. Es stammt vermutlich aus der alten spätgotischen Kirche. Die Figur wurde soweit möglich restauriert. Kreuz selbst Nachbau von Herrn G. Crone nach Anleitung vom Restaurator und mit besonderer Farbe "auf alt" behandelt.

Der Taufstein:
Aus Sandstein gearbeitet, der Künstler ist unbekannt, 1686 ebenfalls gestiftet von Herzog Christian: C unter dem Herzogshut. Die Wappen rings um den Stein symbolisieren die mit dem Herzogtum verbundenen Länder, z.B. Wettin.

Empore:
An der Nordseite des Kirchenschiffes 1765 bis zur Wand verlängert, deshalb musste die frühere dortige Kanzel ins Kircheninnere versetzt werden. Die Empore an der Südseite trug damals noch zusätzlich das Fürstenstübchen.

Orgel:
1829 wurde von der Orgelbaufamilie Schawell aus Merseburg gebaut

Gestühl:
Neu seit einer Renovierung im 19. JH. (Feier zur Erinnerung der Bad Lauchstädter Einführung der Reformation 1543) unter anderem wurde der Altar mit Ölfarbe!!! gestrichen, 1984 restauriert durch die Firma Busse aus Schmon

Mittelstands Anzeiger


BerndDasBrot

unregistriert

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Montag, 5. Juni 2006, 19:41

Ich kann mich noch als Kind daran erinnern als ich oben im Glockenturm war. Das war schon beeindruckend, die Sicht von da oben und auch die großen Glocken (wenn ich mich recht erinnere waren es 3, oder ?). Als Kind war es einfach ein Abenteuer. :wi

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Mittwoch, 20. Januar 2010, 08:33

Zeichnung vom Lauchstädter Altar

Informationen aus dem Gemeindebrief .(Ausgabe Dez.-Jan.) Ankündigung vom Pfarrer Rudolph:

" Im November konnte die behutsame Restaurierung des Lauchstädter Altars abgeschlossen werden. Nun erstrahlt dieses bedeutsame Kunstwerk wieder im vollen Glanz. Die Restauratorin Frau Himpel wird nach Abschluss der Dokumentation einen Vortrag zum Altar halten. (Termin wird noch bekannt gegeben)."

Hier eine Zeichnung vom Lauchstädter Altar in stilisierter Form, gezeichnet von Frau Christa Walther





PS: Die Fotos zur Kirche werden in Kürze wieder verfügbar sein

Mittelstands Anzeiger


4

Mittwoch, 20. Januar 2010, 08:35



Hier findet man Informationen zur Glocke:
Geschichte der Glocke von St. Fabian

Mittelstands Anzeiger


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