Schloss Beichlingen


Alles wissenswerte über das Schloss findet man hier.
http://www.schloss-beichlingen.de
Ich hatte heute einen kleinen Ausflug nach Beichlingen gemacht.
Für den einen oder anderen, sicher unbekannt, wenn man nicht einen direkten Bezug dazu hat.
Ich habe 1980 dort angefangen Veterinärmedizin zu studieren. Ich bin als 18 jähriger damals
zu Studium zugelassen wurden aber nur wegen eines bürokratischen Fehlers
wie sich später herausstellte. Denn in der Regeln musste man zu DDR Zeiten mindestens
1,5 Jahre zur Armee gewesen sein. Das war 1980.
Einiges hatte sich verändert aber eigentlich sah es genau so aus wie früher.

Hier das beste an was ich mich erinnern kann. Der Studentenkeller.
Lustig war das man immer hoch in den Keller gehen musste, da dieser auf dem
aufgeschütteten Innenhof, im Hauptteil des Schlosses war wo auch die Vorlesungsräume waren.



Eigentlich ist das Schloss in einem sehr schlechten Zustand. Es steht auf einem Lehmberg der
ständig in Bewegung ist und deshalb bewegen sich die Gebäude und es entstehen Risse. Ein
Zustand der schon 500 Jahre so geht, bloß heute hat keiner mehr Geld das zu reparieren.
Ein Förderverein hat sich gegründet aber auch dieser hat kein Geld.



So sahen meine Unterrichtsräume aus, in denen die Vorlesungen und Prüfungen
stattgefunden haben. Für uns war das früher nur "alt" was uns da umgeben hat, konnte keiner
so richtig erfassen. Erst heute 25 Jahre später habe ich den Blick für die schönen
Holzschnitzereien und Malereien bekommen.



Das war der Eingang zum Schloss. Ursprünglich ein Nebeneingang der zu Ostzeiten
wegen der günstigen Zufahrt vom Dorf als Haupteingang genutzt wurde.
Das Bild in der Mitte war das "Wächterhäuschen" der Studenten.
Es gab einen SVD (Student vom Dienst" und einen DVD (Dozent vom Dienst).
24 Stunden war man in der Hütte und wusste vor langer Weile nicht was man
machen sollte. Eigentlich sollte kein Fremder in das Schloss aber gerade wenn
im "Keller" Party war, haben wir alle hereingelassen. Mädchen sowieso
und Jungs aus dem Dorf hatten meist das nötige Kleingeld um allen
Stundenten mal einen auszugeben.
Als o sinnlos
aber wir taten sehr wichtig,
gerade wenn der DVD mal vorbei gesehen hat ob alles in Ordnung ist.
Es gab auch welche die gleich mal eine Flasche Schnaps auf
den Amtstisch stellen. Na ja .. so hat man sich sowieso immer besser unterhalten.
Das rechte Bild war ein Labor. Da brachten wir unsere Dozenten meist zum Wahnsinn.
Denn wir hatten nicht den nötigen Respekt um mit echten "Krankheitskeimen"
umzugehen. Heruntergefallene Bakterienstämme, keine Handschuhe,
kein Mundschutz und anderes, waren keine Seltenheit.



Unten auf dem Bild sieht man wie dick die Wände waren.
Es sind aber keinen vollen Wände so dass man
eigentlich vor so einem Riss in der Mitte nicht gleich die Flucht ergreifen muss.
In der Mitte der Wände wurde Lehm und Stroh hineingepresst.
Der Nachteil ist, dass dieses sich bei zu viel Regen voll saugt und wenn es bis zum Frost
nicht trocken ist und gefriert, treibt es die Wände auseinander.
Sogar bis unter das Dach zieht sich die Feuchtigkeit dann hoch und kann sogar aus
der Decke tropfen. Rechts im Bild ein Teil der Kirche, die zu meiner Zeit geschlossen
war. Man hat sie nach der Wende für ca. 3 Millionen DM restauriert.



Sie ist noch eine der wenigen Kirchen wo Adelige in der Kirche
selber beigelegt wurden. Die Studenten hatten sich damals den Spaß gemacht,
die Orgelpfeifen als Trophäe mit nach Hause zu nehmen.
Rechts kann man sehen wie diese aussahen.
So habe ich mich heute auch nicht gewundert, als man mir sagte,
das man die Orgel nicht mehr restaurieren konnte.
Klar ohne Orgelpfeifen wird's nichts. ( Ich habe keine mitgenommen
)



Besonderst hat mich gefreut, dass ich unsere Folterkammer noch mal sehen konnte.
Es ist vorgekommen das Dozenten uns ein Anatomisches Teil in die Hand drückten
und wir auf einmal was erklären sollten. Hu .... wie unangenehm
(-: aber irgendwie konnten die meisten sich immer retten, dank
besonderer Zeichengebung aus Richtung Seminargruppe.
War schön das mal wieder zu sehen. Rechts das Bild zeigt noch mal
einen unserer Vorlesungsräume. Da stand sogar ein Kamin,
habe ich früher nie gesehen aber hat mir versichert das dieser schon immer da stand.
Nun ja, dann wird's wohl stimmen.



Hier noch ein Blick in den Schlossgarten. Zur Zeit wird da renoviert.
Rechts die Schlossmauer. Böse Erinnerungen sind wieder hoch gekommen.
Ein Kommilitone aus dem Bereich Pferdesport ( Hansi wer ihn kennen sollte) lief eines
Abends auf dieser Schlossmauer und wurde durch den Wind aus dem Gleichgewicht gebracht
und stürzte herunter. Böse Sache, Hansi (ein sehr netter Mensch und mit Leib und Seele Reiter)
war Querschnittgelähmt. Nach 1 Jahr Therapie und Rollstuhl,
beendete er aber trotzdem sein Studium. Hut ab.



Auf den unteren Bild Mitglieder des Fördervereins.
Ich kenne nur einen. (links unten) Herr Wittnebert, mein Seminarleiter.

In der Hoffnung das dieser Beitrag Einzug in die Suchmaschinen findet,
sag ich gleich mal HALLO an alle aus der Seminargruppe 80/2.
Eigentlich könnten
wir mal ein Treffen machen, bevor die Burg einstürzt 
Hallo Andi, Robert, Uschi, Bianca....ach wie heißen sie nur alle.
Ich bin's der mit dem Hut...wist ihr noch den Namen...poste ihn mal nicht hier (-:
Meldet euch mal unter Tel. 0172 9072920 oder admin@bad-lauchstaedt.info

Ach so, die Führung war SUPER.
Danke an den Förderverein !!!!
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